LEONARD KAHLCKE

Performance
"Tokat"
21.01.2011, 19:00h
Ort: Stiftstrasse 34, Frankfurt am Main


Konzeptuelle Herangehensweisen spielen in den interdisziplinären
Arbeiten von Leonard Kahlcke eine wichtige Rolle. Die zunehmende Relevanz der Ästhetisierung in allen Lebensbereichen ist für den Künstler zentral, denn hierin liegen für ihn Formen und Potentiale für symbolischen und politischen
Widerstand. Geschickt infiltriert und attackiert er gesellschaftliche
Normen und deren ästhetische Codes, indem er die herrschenden Codes auch ästhetisch kontert. Diese Taktik ist stilbildend für Kahlckes Werk.
In der performativen Installation für New Frankfurt Internationals
setzt sich Kahlcke mit der Architektur und der
Bedeutung von zentralen und repräsentativen Plätzen der
Innenstadt auseinander. Fotos von Jugendbanden der 1980er
und 1990er Jahre, die er innerhalb der Szene recherchiert hat,
stellt er eigens angefertigte, aktuelle Fotografien von „Repräsentationsarchitektur“
gegenüber. Kahlcke macht in einer narrativen Schau die Phänomene repressiver Raumaneignung visuell erfahrbar. Hierzu Kahlcke: „Es geht um den Wandel der Metropole, die repräsentierende Dominanz von Architektur und Mensch, Zugehörigkeit und Nichtzugehörigkeit, sowie den Machtanspruch auf zentrale Räume der Stadt – oder besser, warum der Kampf um die Innenstadt wichtig ist.“

Leonard Kahlcke wurde 1975 in Frankfurt a. M., Deutschland geboren.Er studierte an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach a. M. Er lebt und arbeitet in Frankfurt a. M.