CHRISTA NÄHER

Herzliche Einladung zu den Veranstaltungen der Städelschule!

Christa Näher: zu Pasolini
Mittwoch, 9. Mai, 19 Uhr, Aula

„Die neue Form der Macht ist die Herrschaft von Konsum und Verschleiß; diesem letzten Ruin, diesem Ruin aller Ruine“ P. P. Pasolini

Pier Paolo Pasolini (Autor, Filmemacher)
* 1922 in Bologna, + 1975 Ostia

Vater Berufsoffizier, die Mutter Volksschullehrerin. Die Ehe der Eltern ist unglücklich und bindet Pasolini schicksalhaft an seine Mutter. 1942 erscheint sein erster Gedichtband in friaulischen Dialekt, zwei Jahre später gründet er die Akademie der friaulischen Sprache. Sein Bruder, der mit Partisanen kämpft, wird von Titos Anhängern 1945 umgebracht. Pasolini betreibt eine Privatschule mit seiner Mutter und tritt 1947 in die Kommunistische Partei ein, aus der er zwei Jahre später schon wieder ausgeschlossen wird. 1961 beginnt sein filmisches Schaffen mit dem Film "Accatone", er bereist ausgiebig die Dritte Welt. 1963 gelingt ihm mit „La Ricotta“ ein Durchbruch, der aber lange Prozesse und schließlich ein Verurteilung P. s nach sich zieht. 1975 wird Pasolinis verstümmelte Leiche in der Nähe der italienischen Hafenstadt Ostia gefunden. Die wahren Umstände der Tat sind bis heute ungeklärt.

Der Zerstörung der Kultur des Einzelnen durch die Konsumgesellschaft gilt das Interesse des Vortrags.